Lindores Abbey Malt Whisky Distillery (Schottland) Brennerei Steckbrief

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Lindores Abbey Distillery

Alleine in Sachen historischer Bedeutung von Lindores Abbey in Sachen Scotch Whisky oder besser gesagt dessen Vorläufer „aqua vitea“ nicht von der Hand zu weisen. Alles begann mit dem Eintreffen von französischen Missionaren aus dem Benediktinerorden, die vor gut 800 Jahren an den Ufern des River Tay ein Kloster erbauten, und viel Bildung und Handwerk stifteten. Denn die Mönchsbrüder standen 1494 im Mittelpunkt für das erste schriftliche Dokument über die Aufforderung und Herstellung von „aqua vitae“, einem frühen Getreidebrand und dem späteren Whisky.

Die heutige Lindores Abbey Destillery agiert mit einer Wash Pot Still und zwei etwas kleineren Spirit Pot Stills. Das verwendete Malz dieser Lowland Whisky Brennerei hat einen leichten Torfcharakter. Das verwendete Malz stammt aus direkt benachbarten Farmen und wird extern bei Muntons Malting nach den Spezifikationen von Lindores Abbey vorbereitet.

Sind die Brände erst einmal durch die kupfernen Brennblase vaporisiert und hochprozentig rückkondensiert werden sie in Eichenfässern abgefüllt und gehen in die Warehouses auf dem Gelände. Interessant und kurios dabei; etwas 25% der Lagerflächen werden beheizt um die Reifung (Maturation) noch zusätzlich beschleunigt wird. Das nächste Kuriosum ist ein alter Hefestamm aus dem 15. Jahrhundert, der in Partnerschaft mit der Heriot-Watt University aus Edinburgh, nochmals für die Brennereitätigkeiten repliziert wurde. Genau diese besondere Variante der Hefe wird zur Fermentation genutzt um eine limitierte Edition an Single Malts anzubieten.

Schon alleine der Name Lindores Abbey trägt Historie in sich und scheit für die junge Brennerei zu verpflichten. In diesem Zug legt die Destillerie ein gewissen Kontingent an frisch erzeugter Kornspirituose (New make) zurück um eine spezielle Variante als „aqua vitae“ zu produzieren. Dazu wird die Malt Spirituose lokale Kräuter und Früchte für eine gewisse Zeit eingelegt und dabei mazeriert.



Lindores Abbey Fakten im Überblick

 

Region

Schottland, Lowlands


Whisky-Gattung

Malt Whisky


Status

In Betrieb


Gründung

2016


Marken

Lindores Abbey


Nachbarn

Cameronbridge

Eden Mill


Lindores Abbey Produktionsdaten im Detail

Hierzu folgen noch weitere Informationen …


Lindores Abbey Geschichte

Wenn man über Lindores Abbey spricht oder philosophiert geht es in erster Linie um den Mönchsorden der Benediktiner. Deren Wiege liegt auf französischem Boden im Ort Thiron und wurde von Bernhard von Tiron gegründet. Die zentraleuropäischen Mönche erschienen je nach historischer Quelle zwischen 1178 und 1191 zur Missionierung in Schottland und ließen sich in Newburgh in Fife nieder. Dort gründeten sie Lindors Abbey, das während ihrer jeweiligen Amtszeit Edward I., König von England (Edward Longshanks und der Hammer of the Scots), John Balliot David II. und James III. (jeweils Könige der Schotten) individuell besuchten.

Auch in Sachen Scotch Whisky hat Lindores Abbey eine große historische Bedeutung. Denn die früheste schriftliche Bekundung in Sachen „Water of life“ ist in der „Exchequer Roll of 1494“ nieder geschrieben, dass König James IV. den Benidiktinermönch John Cor anwieß „to make about eight bols of malt to aquavitae“, also übersetzt etwas 580 kg an Gerstenmalz in Hochprozentiges zu verwandeln. Denn die Tironensians waren vielfältig als Mauer, Bierbrauer, Destillateure oder gar Schmiede unterwegs und kannten sich in allerlei Techniken und Neuerungen wie der Destillation gut aus.

Über 500 Jahre später gibt es in den alten Gemäuern, aus den Ruinen auferstanden, wieder eine Lindores Abbey Distillery.


Lindores Abbey Eigentümer

Letzter Eigentümer

Lindores Distilling Co.

2016 bis heute


Frühere Eigentümer

  • Keine

 


Lindores Abbey Timeline

2013

Das 10 Mio. Projekt wird mit 3 Investoren gestartet – archeologische Grabungen verzögern das Projekt

2016

Bau der Brennerei

2017

Eröffnung des Visitor Center

2017

Die erste „aqua vitue“ Abfüllung ist direkt über den Brennerei Shop erhältlich


 

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