Whisky Reise Schottland 3.0 im Mai 2015 – Tag 1 – Ankunft und Umgebung Aberdeen

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Vorwort

Die Jahre zuvor

Jedes Jahr seit 2011 hatten wir mindestens einmal eine besondere Whisky Reise durch verschiedene Regionen von Schottland. Auf jeder einzelnen Tour hatten wir so viele interessante Besuche bei unterschiedlichsten Erzeugern von hochwertigem Scotch Whisky dass wir über die Vielfalt und Masse schier geplättet waren. Wir führten viele, viele Gespräche mit Menschen aus der Branche und erhielten aufschlußreiche Informationen zur Herstellung und Vermarktung der einzelnen Produkte, egal ob es sich um Single Malt, Blended Whisky oder gar Grain handelte.

Für die Reise des Jahres 2015 haben wir uns wieder einmal ganz besondere Dinge vorgenommen und einiges auch wieder aus der Erfahrung angepasst. Das wichtigste – wir machen nur noch Direktflüge nach Schottland, egal ob von Memmingen, Stuttgart, Frankfurt, München oder Nürnberg oder irgend einem anderen deutschen Flughafen. Aber nie wieder werden wir einen Connect-Flight nehmen, bei dem wir dann zum Beispiel in Amsterdam-Shiphol stranden und ausharren bis es endlich weitergeht. So geschehen im Jahr 2013 und 2014. Dabei gehen nur die Nerven und unnötig Zeit kaputt und Geld ist auch keins dabei gespart.

Und wir haben frühzeitig eine Tour zusammen gestellt die es landschaftlich und von den Erzeugern in sich hat. So viele Point of Interests hatten wir wohl noch nie reingepackt, aber wir wollen ja ausser Urlaub machen, zusätzlich Genießen und viel für unser Business mit an Wissen und Bildern nach Hause mitnehmen.

Die Reiseroute

Ja 2015, wir fliegen dieses mal von Frankfurt nach Aberdeen, da wir uns auch die Eastern Highlands und Aberdeenshire etwas näher anschauen möchten. Die Reise geht weiter über die Region der Speyside in der das alljährliche Whisky-Festival gerade anläuft. Und wir reisen weiter auf die Black Isle und schließlich ganz hoch in die Northern Highlands. Mit einem Abstecher von zwei Tagen sind wir auf der Orkney Main und Hoy unterwegs. Und das große Finale bestreiten wir bei besten Wetter in Sutherland und einigen Wanderungen und Ausflügen zu sehr entzückenden Plätzen dieser Erde. Am letzten kompletten Reisetag entfliehen wir wieder den westlichen Northern Highland um Stationen in der Nähe von Inverness und der Speyside zu machen. Aberdeen wird am Ende nochmals für eine Nacht aufnehmen bevor wir wieder gen Heimat und der eigentlichen Arbeit und des Geld verdienen entgegen schauen.

Also gehen sie mit uns zusammen auf eine spannende Reise mit vielen eindrucksvollen Erlebnissen, von denen wir viele sowohl in Wort wie auch schönen Bildern gefasst haben.

Samstag, der 02. Mai 2015

Schon früh morgens um 04:30 Uhr treffen wir uns alle in unserer Heimatortschaft Rainau-Buch und fahren mit zwei Autos zuerst über die Autobahn A7 nach Norden bis Würzburg und dann die A3 weiter zum Flughafen Frankfurt. Es ist Samstag früh und die Strassen sind verhältnismäßig frei um unser Ziel mit genügend Zeitbudget und Vorlauf zu erreichen. Denn dieses Jahr fliegen wir Linie mit der Lufthansa und das fühlt sich schon mal sehr gut an.

Nach ziemlich genau zwei Stunden Flug erreichen wir die östlichste Großstadt des schottischen Festland, Aberdeen. Es ist die Stadt des Granit und hat sich bedeutet übersetzt ins Deutsche „Mündung des River Dee“. Das Stadtbild ist geprägt von silbergrauem Granit das aus den umliegenden Steinbrüchen als Baumaterial verwendet wurde. Deshalb nennen sie die Einheimischen auch gerne Silver City, wenn die Sonne auf die grauen Steine mit Glimmereffekt strahlt.

Aberdeen, die Graue

Wir befinden uns im Landeanflug über das Meer zum nahe gelegenen Flughafen der etwas nordwestlich der Stadt liegt und es herrscht eine trübe Sicht und Regen wenn wir aus dem Fenster schauen. Die Maschine geht immer tiefer und die See sieht auch verhältnismäßig unruhig aus was man an den stark schaukelnden Schiffen erkennen kann. Hmm … mal sehen wie es in zwei Stunden ausschaut wenn wir im Hotel mitten in der Stadt eingecheckt haben.

Lange Zeit galt Aberdeen ein wenig als eine verarmte Stadt innerhalb Schottlands bis Anfang der 1960er Jahre etwas nördlich in der Nordsee große Ölfelder entdeckt wurden. Schnell entwickelte sich eine große Offshore-Industrie zur Förderung von „Schottlands schwarzem Gold“. Heute gilt Aberdeen als Boom-Town und hat die niedrigste Arbeitslosenrate im gesamten Vereinigten Königreich.

Aber nochmals zurück zum Öl, das zum Retter der schottischen Staatsfinanzen wurde, da die Staatsfinanzen damals völlig zerrüttet waren. Es hätte dennoch ein noch größeres Wirtschaftswunder werden können, wären nicht so viele Milliarden an Steuern nach London abgeflossen. Auch eine schottische Unabhängigkeit wurde damals stark in Erwägung gezogen.

Walking Highlands – Die Erste

Wir sind im Hotel eingecheckt und beraten was wir nachmittags noch tun könnten. Wir entschließen uns für eine Wanderung im Norden ausgehend von der kleinen Ortschaft Collieston zum verfallenen Old Slains Castle weiter nordwärts. Diese Wanderung geht immer oberhalb des Meeres entlang und bringt uns alle gleich in die richtige Urlaubsstimmung und zeigt den Grad unserer Fitness.

Das Wetter hat wieder richtige Urlaubsformen für diesen Nachmittag angenommen, und obwohl wir die Kapriolen des Wetters von Schottland aus der Vergangenheit kennen, sind wir dennoch immer wieder überrascht wie schon sich das Blatt zum Guten oder Schlechten wenden kann.

Und gleich geht es wie am Dach nach oben! Aber alles halb so wild nach dem Erklimmen dieser kleinen Klippe laufen wir schnurstracks auf der höher gelegenen Ebene auf Wegen und Wiesen entlang.

 

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Hier klicken: Whisky Reise Schottland 3.0 im Mai 2015 – Tag 2 – Von Aberdeen zur Black Isle

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