Tullamore D.E.W Whiskey Distillery (Irland) Brennerei Steckbrief

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Tullamore D.E.W. Distillery

Im Jahre 1954 schlossen sich die Tore der Tullamore D.E.W. Distillery im County Offaly und es schien für immer. Die Prohibition in den USA, zu hohe Steuern und eigene Fehlplanungen brachten nicht nur bei Tullamore das Ende. Man lebte noch von den Beständen in den Lagerhäusern herunter und bediente damit die eigene Marke Irish Mist, einen Whiskey Likör, bis Mitte der 1960er auch diese aufgebraucht waren. Die Marke Tullamore wurde an John Power & Son aus Dublin verkauft und blieb rein eine Whiskey-Marke.

Genau 60 Jahre später, am 12. September 2014, eröffnete der irischen Landwirtschaftsminister Simon Coveney zusammen mit dem neuen Eigentürmer William Grant & Sons Ltd. stolz die neue Tullamore Mega-Whiskeybrennerei am Südrand der Stadt Tullamore. Mit einem Big-Bang und einer Investition in Höhe von 35 Mio. Euro zeigen die Schotten ihre Krallen und katapultieren die ehemals starke irische Marke in rasender Geschwindigkeit wieder nachhaltig auf Platz 2 hinter Jameson, zumindest in Sachen Produktionsmengen.

Die neue Whiskey-Brennerei entstand bei Clonminch am Südrand der Stadt auf einem Riesengelände von mehr als 23 Hektar mit einer hypermodernen Malt-Brennerei, Technikgebäuden, Abfüllstationen und in der Folge 13 Lagerhäusern. Im Jahr 2017 wurde auch mit dem Bau der geplanten Grain-Destillerie auf dem Gelände begonnen.

Für den Neuaufbau wurde Dunne (BCE) Limited gewonnen,  die sowohl traditionelle Praktiken in die Funktionsweise der Fertigung mit einbezogen wie auch neueste Brau- und Destillationstechniken mit hohen Energiesparpotential.

 

 

 



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Tullamore D.E.W. Fakten

Region

Irland, County Offaly


Whiskey-Gattung

Blended Whiskey

Pure Pot Still Whiskey

Single Malt Whiskey

Grain Whiskey


Status

In Betrieb


Marken

Tullamore D.E.W.


1829 gründete Michael Molloy Tullamore Distillery in der Getreideanbauregion der Grafschaft Offaly. Dies liegt mitten im Herzen der Insel Irland. Daniel Edmond Williams, seine Initialen sind D.E.W., begann 1862 im Alter von 14 Jahren seine Ausbildung zum Brennmeister und kreierte 1887 das Markenzeichen „Give every man his Dew“. Seither wurde die Brennerei auch Tullamore D.E.W. benannt.


Tullamore D.E.W. Geschichte

Der Grand Canal wurde zusammen mit dem nördlich gelegenen Royal Canal Ende des 18. Jahrhunderts als Transportweg in einem Oval um Dublin herum gebaut. Und dieser erstreckte sich Richtung Westen bis in die Ortschaften Kilbeggan und Tullamore. Diese Transportader zu Wasser muss wohl eine entscheidende Rolle für die Wahl des Standort der Tullamore-Destillerie im Jahre 1829 für Michael Molloy gewesen sein.

Nach dem Tod von Molloy ging die Brennerei im Jahr 1857 in den Besitz seines Neffen Bernard Daly über. Dieser gab ihr mit B. Daly Distillery einen neuen Namen. Der Vater setzte seinen Sohn Captain Bernard Daly als Leiter der Destillerie ein, der hatte aber keine große Ahnung und blieb mehr bei seiner Passion als Leiter eines Pferderennstall.

Im Jahr 1862 trat Daniel Edmond Williams seine Ausbildung als Whiskey-Brennmeister an und schaffte es bis zum Hauptgeschäftsführer. Er selbst fügte seine Initialen mit D. E. W. zum Markennamen und kreierte den erste Werbeslogan mit „Give every man his Dew“.

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte Desmond Williams, ein Enkel von Daniel, die Marke durch gezielte Marketing-Maßnahmen für den Weltmarkt zu etablieren und erreichte die USA.

Tullamore war es zu der Zeit den ersten irischen Blended Whiskey am Mark etablierten der jedoch nicht richtig anzog. Mit der Einführung der Marke Irish Mist, einem irischen Whiskey-Likör, schafften es die Iren einen deutlichen Aufwärtstrend in den Verkäufen zu schaffen.

Dennoch war die Konkurs wohl nicht mehr abzuwenden und im Jahr 1954 wurde die Whiskey-Produktion aufgegeben. Bis in das Jahr 1963 bediente man die Marken aus den Lagerbeständen bis auch diese aufgebraucht waren. Die Marke wurde schließlich an den  Mitkonkurrenten John Powers & Son aus Dublin verkauft.

Seit 2010 gehört Tullamore D.E.W. zu William Grant & Sons aus Schottland, die die Markenrechte für Tullamore D.E.W. von C&C International übernahmen.

Tullamore Timeline

 

1829

Michael Molloy gründet die Tullamore Destillerie im gleichnamigen Ort Tullamore in der Grafschaft Offaly,

1857

Michael Molloy stirbt und der Besitz geht über an seinen Neffen Bernard Daly, der Tullamore in B. Daly Distillery umbenennt.

1862

Ein gewisser Daniel Edmond Williams steigt im zarten Alter von 14 Jahren aus Auszubildender in das Unternehmen ein und wird in der Folge Brennmeister. Später steigt Daniel Edmond Williams weiter in der Hierarchie und wird Hauptgeschäftsführer der B. Daly Distillery.

1887

Williams erweitert den Markennahmen indem er seine eigenen Initialen D. E. W. mit zum Namen der Marke Tullamore hinzufügt. Fortan heißt der Schriftzug Tullamore DEW. Einer der ersten Werbeslogan wird „Give every man his Dew“.

1959

Die Tullamore Brennerei wird geschlossen. Die Marke wurde an das Dubliner Unternehmen John Power & Son verkauft.

2010

Der unabhängige Spirituosen-Multi William Grant & Sons mit seinen Marken Glenfiddich, The Balvenie, Grants und vielen weiteren kauft die Marke für £ 300 Mio. von der C&C Group Plc. Damit erweitert sich das irische Spirituosen-Portfolio der Schotten mit den Marken Tullamore Dew, Carolans, Frangelico und Irish Mist.


Tullamore D.E.W. Eigentümer

Derzeitiger Eigentümer

William Grant & Sons

2011 bis heute


Frühere Eigentümer

  • C&C International
  • John Powers & Son
  • Captain Bernhard Daly
  • Bernhard Daly
    • 1857 bis
  • Michael Molloy
    • 1829 bis 1857

Wissenswertes über die Tullamore Brennerei im Mai 2016

Unseren beim Hersteller angekündigte Brennereiführung im Mai 2016 startet wie üblich, oder anders ausgedrückt, wie wenn Touristen die Tullamore Distillery besuchen. Wir landen nämlich im Heritage Center mitten in der Kleinstadt Tulllamore. Und viele Besucher sind dann sicherlich der Auffassung sie wären am Herstellungsort dieser Spirituosen gelandet. Dem ist nämlich nicht so und auch wir sind etwas verblüfft und rätseln …

Tullamore Heritage Center

Wie schon eingangs beschrieben gab es lange keine Tullamore Brennerei mehr, die Produkte wurden im Süden in der New Midleton gebrannt und eines der letzten erhaltenen Gebäude wurde zum Tullamore D.E.W. Heritage Center umgebaut. Somit hatte man wenigstens etwas aus der traditionsreichen Geschichte erhalten können.

Dabei gibt das Heritage Center heute noch einen netten Einblick in die spannende Geschichte und über den Herstellungsprozess von Irish Whiskey. Es handelt sich um ein ehemaliges Zolllagerhaus (Duty Free Bonded Warehouse) direkt am Grand Canal. Dieser im 19. Jahrhundert strategisch erstellte Kanal und Wassertransportweg, ausgehend bei Dublin im Osten, war optimal für den Transport der Waren zur Brennerei mit dem benötigten Korn und Torf wie auch dem Abtransport der befüllten Fässer.

Ja und nun wieder zurück zu unserer Reisegruppe: Schnell wird uns klar die Kommunikation zwischen dem deutschen Importeur und den irischen oder schottischen Vertretern von Tullamore war im Vorfeld nicht so richtig abgestimmt. Wir wollten ja eigentlich „The New Distillery“ zur Besichtigung angefragt und stehen jetzt im Showroom mit Shop für Irish Whiskey Drinkers.

Aber erst einmal Ruhe bewahren und das Ganze mit den Verantwortlichen Vor-Ort klären. Nach einer Stunde an Abstimmung und einem Mittagessen im Warehouse haben wir endlich einen der Verantwortlichen der „New Distillery“ über unser Vorhaben aufgeklärt und starten mit unserem Van sogleich wieder durch aus der Stadt heraus. Der neue Standort liegt doch richtig abseits der Stadtgrenzen in den südlichen Aussenbezirken von Clonmich.

New Tullamore Distillery

Und hier kommen die wirklich interessanten Bilder über einen hochmodernen Brennereikomplex sowie deren umliegenden Funktionsgebäuden bis hin zu den übermächtigen Warehouses weit abseits der Straße. Wir fahren auf die Schranke zu und sind uns sofort einig: Hier wirkt alles global, perfekt und bestens durchdacht. Allein die schiere Größe der Einzelgebäude, als wir auf den leeren Parkplatz fahren, beeindruckt sehr. Stilistisch sehr gut konzipiert steht sie da wie aus dem Ei gepellt. Wow – hier dreht sich aber ein ordentliches Rad – sagen wir uns alle, denn wir haben schon viel in Irland und auch in Schottland an Herstellungsorten gesehen.

Alles was wir hier und heute sehen ist derzeit nicht für die Öffentlichkeit oder Besucherströme bestimmt. Wobei, es ist geplant dass künftig Führungen durch die neue Brennerei stattfinden sollen, nur wann genau weiß man derzeit noch nicht. Deshalb sind wir heute schon einmal sehr, sehr dankbar diesen tiefgreifenden und exklusiven Einblick über alle Bereiche der Fertigung bis hin zur Lagerung bekommen zu haben.

Ohne dass wir mit dieser Beschreibung und Darstellung über die New Tullamore Distillery schon fertig sind, möchten wir dennoch hier kundtun „Mit diesem Bauvorhaben entstand etwas ganz Großes für die Zukunft der irischen Whiskeywirtschaft in Tullamore“.

Ein kleiner Vergleich: Auf unserer Whiskey Reise Irland 1.0 im Mai 2016 hatten wir drei Tage vor diesem Besuch einen ganz tiefen Einblick in die New Midleton Distillery gehabt. Jetzt werden viele Irland-Reisende sagen „Ja aber da wir ich ja auch schon in der Jameson Brennerei und Experience“. Das ist soweit richtig, denn sie waren wohl im Besucherbereich der Old Midleton. Alles was sich dagegen hinter diesen historischen Gebäuden und der Academy befindet und über dem großen Zaun ist, ist nicht für Besucher gedacht. Das ist das Garden Stillhouse, die Grain-Brennerei und die vielen Warehouses. So und jetzt kommen wir endlich zum Punkt in diesem Vergleich: Die neue Tullamore Destillery steht technologisch in jedem Fall mindestens auf einer Ebene mit Midleton und fahrt ebenfalls einen sehr hohen Ausstoss an frischen erzeugten Spirituosen. Nimmt man sich die Kennzahlen beider zur Hand lagern in der älteren und etablierteren Midelton ca. 1.20 Mio. reifende Fässer und Tullamore werden künftig 0,70 Mio. der befüllten Eichenbehälter in den Warehouses stehen. Damit wird die Tullamore Distillery anhand der Produktionsmengen klar die Nr. 2 in Irland wenn man Mal, Pot und Grain zusammen zählt.

New Tullamore Malt & Pot Still Distillery

Es gibt sehr erhabene Blicke auf die hochmoderne Fertigung aus der  Lobby, die mit einer großen flächendeckenden Scheibe zum Fertigungsbereich abgeschottet ist. Hier wird künftig auch getagt werden wird.

Der ganz spezifische geschmackliche Charakter des Tullamore wird schon durch die Auswahl und Verarbeitung der Kornvarianten in den ersten Alkohol, genannt Wash oder Beer, gesteuert. Diese dafür notwendige Brau-Technologie im Vordergrund besteht im Grunde vollständig aus deutschen Erzeugnissen und Engineering und stammt aus Neutraubling von der Firma Krones. Vollkommen silbern glänzend und neu strahlen alle Maische- und Fermentationskessel dabei um die Wette.

Edna unser heutiger Guide erklärt voller Stolz über die hypermoderne Fertigungsstätte: „Kron´s has the best brewing technology in the world“. Das wollen wir ihm wohl glauben auch wenn wir fertigungstechnisch dies nicht vollständig beurteilen können. Zumindest schwillt einem Deutschen Bürger schon ein wenig die Brust an wenn man sieht was „Made in Germany“ heute zur globalen Whiskywirtschaft mit beiträgt.

In der Malt & Pot Still Brennerei gibt es am hinteren Ende einen Leitstand über den alle Prozesse der Brau- und Brennvorgänge automatisiert gesteuert und überwacht werden. Dort befinden sich heute drei Mitarbeiter die vor ihren Bildschirmen sitzen. Von wegen arbeiten und die Maischebottiche befüllen und nachher wieder von Hand ausspülen, das war einmal.

Der nächste essentielle Schritt ist die Destillation, und die ist bei Tullamore als Triple-Destillation vorgesehen. Mit dieser neuen Installation an Pot Still Brennblasen in unterschiedlichsten Dimensionen und Formen hat der Hersteller die Möglichkeit auch unterschiedlichste Charaktere an New Make Spirits zu erzeugen.

Wir sind mit der Führung durch die Malt & Pot Distillery erst einmal durch und verlassen über den Hintereingang das Gebäude. Jetzt stehen wir mitten auf dem Gelände und können damit die Ausdehnung des umzäunten Gelände nochmals besser einschätzen. Das ist alles so strategisch und weitläufig geplant, dass es in unseren Köpfen schon wieder rattert und wir uns ausmalen was und wann hier noch weiteres entstehen könnte.

Filling Station

Die arbeiten doch im Akkord geht es uns durch den Kopf. Die batteriebetriebenen und ex-geschützten Stapler fahren geschätzt alle fünf Minuten wieder von den Warehouses zurück in die Filling Station und holen sich eine neue Palette befüllt mit frischen Sprit. Es beginnt eine netto Diskussion.

Wir fragen Edna, unseren Guide „Warum werden bei euch alle Fässer stehend in die Reifehallen gebracht“.

Ein Grinsen von Edna zurück „It´s all about effectifity, the handling with the standing casks is faster and the capacity for storage is very much higher than in an dunnage warehouse“.

Ok! dann wissen wir das jetzt auch aus erster Hand. Und wieder unsere Rückfrage: „Und was ist wenn eines dieser Fässer leckt und ausläuft? Wie bekommt ihr das raus bzw. dichtet das Faß im Warehouse ab?“

Edna erwidert leichtfüssig: „They do not leaking. An when, an minimum percentage of leaking cask is part of the financial balance! So will be all ok!“

Also gut, wir glauben nun auch langsam hier wird Big Business gemacht und planbarer Verlust gehört zur Strategie.

Und je weiter wir uns von unserem Einstiegspunkt, der Malt & Pot Still Brennerei, entfernen, desto mehr sind wir über die Ausdehnung und Fläche der ganzen Anlage beeindruckt.

Schon 2014 hatten wir in verschiedenen Whiskey-Tastings zuhause in Deutschland eine offizielle Planansicht der gesamten Anlage immer wieder zum Besten gegeben und unsere Zuhörer und Geniesser in den Bann des Neuen und Bekannten von Tullamore gebracht. Plan ist Plan und Laufen ist Laufen. Wir sind richtig lange unterwegs bis wir vom einen zum anderen Ende des Gelände kommen.

Wir laufen weitern und sehen uns beim reden mit Edna immer wieder um was auf den ganzen Freiflächen noch passieren wird. Ja nichts, meint unser Guide, das ist alles so gewollt mit den Abständen, falls es wirklich einmal zum Super-Gau mit einem Brand oder einer Explosion kommen sollte. Wir sind darauf vorbereitet meint er weiter, wir arbeiten mit hochprozentigem Alkohol, ein Fehler und es könnte passieren. Um das zu vermeiden gibt es für die Mitarbeiter und Besucher sehr hohe Anforderungen an die Sicherheit.

Warehouses

Und da stehen wir nun vor einem der ersten vier gebauten Warehouse-Komplexen. Auch hier interessiert uns natürlich sehr viel über die Lagerung und Kapazität jedes einzelnen Gebäudes. In der Tat fasst solch ein Riesengebäude bis zu 55.000 befüllte Fässern mit Hochprozentigem. Und auf Rückfrage über die Brandschutzbestimmngen und Feuerwiderstandsklasse zum Tullamore Mitarbeiter gibt es als Antwort. Allerhöchster Standard, hier geht niemand mit offenen Licht oder einer Kamera hinein. Und im Vorfeld der Planung wurde alles Technische unternommen um Risiken zu vermeiden. Es findet sich wohl auch kein Versicherer mehr, der diese Risiken vertraglich auf sich nehmen würde. Deshalb entsprechen diese Gebäude einer extrem hohen Feuerwiderstandsklasse von umgerechnet F240, auch wenn es diese in der Praxis gar nicht gibt, aber Versicherungspolicen wenn etwas zerstört wird gibt es nach seinen Aussagen nicht. Wir müssen das mal so glauben und hinnehmen.

Das mit der Gebäudesicherheit würde einfach gesagt folgendes in technischer Sicht bedeuten: Bricht innerhalb eines Warehouses ein Brand aus und alle Türen wären geschlossen dauert es bis zu vier Stunden bis die Flammen überhaupt nach außen durschlagen würden. Natürlich hat man die unvermeidliche Hitze und die innen gestapelten Waren würden zerstört werden, aber nach Ansicht der Fachleute Vor-Ort müsste man den Verlust einfach hinnehmen und das Warehouse kontrolliert abbrennen lassen und aufgeben. Dafür hätte Tullamore im Umkehrschluss mit großer Wahrscheinlichkeit die Chance die anderen Warehouses unbeschadet weiter betreiben zu können.

Fazit

Die „Guten“ alten Zeiten sind vorbei – Es lebe die Neuzeit! Und diese sehen für Tullamore mehr als nur gut aus mit solch einem starken Konzern im Rücken. William Grant & Sons, mitunter der letzte unabhängige schottische Spiritusoen-Großkonzern, hat hier die letzten sechs Jahre Großartiges geleistet. Das mit einer Geschwindigkeit, die wir selbst nicht für möglich gehalten hätten.

Noch im Jahr 2015 überlegten wir ob wir unsere alljährlichen Whisky Reisen weiter durch die Gebiete des Goliath Schottland machen sollten oder tatsächlich zum David nach Irland fahren werden. Die Entscheidung für einige Jahre einen Schwenk auf die Grüne Insel zu machen, haben wir die ganze letzte Woche nicht bereut. Egal ob West Cork oder Waterford, New Midleton, Glendalough oder Teeling, hier tut sich so viel was wir „in reality“ beileibe nicht gedacht hätten.

Good old Whiskey times? – No!

Irland hatte es das ganze letzte Jahrhundert wirklich schwer mit ihrer hochprozentigen Industrie. Wir konnten damals leider nicht eigene und persönliche Erfahrungen sammeln, aber wenn wir heute eins und eins zusammen zählen, dann hatten es die Produzenten und ihre Mitarbeiter in vergangenen Tag nicht wirklich einfach. Egal ob die Prohibition in den USA, eigene Misswirtschaft im Land oder falsche strategische Entscheidungen – viel ging im 20. Jahrhundert zu Bruch!

Neues Irisches Whiskey Zeitalter! Yes!

Keiner weiß genau wie lange dieser Whiskey-Boom noch anhalten wird, aber der Markt rennt, die Kunden wollen hochwertige Waren und die Produzenten brennen dazu frische Spirituosen in unglaublichen Mengen.

William Grant & Sons haben mit ihrer Marke Tullamore 2014 ein neues Kapitel der irischen Whiskeygeschichte geschrieben und davon wird nicht nur Irland profitieren.

Auch wir von alleswhisky.de sind mehr als nur beeindruckt und freuen uns schon auf die ersten Abfüllungen die direkt aus Tullamore kommen weden.

Tullamore Produkte

Viele Jahrzehnte wurden die Tullamore Whiskeys in Lizenz in der gleichen Brennerei hergestellt in der auch der Jameson gebrannt wird. Aber seit 2014 gibt es wieder eine eigene Fertigungsstätte in der gleichnamigen Stadt.

Gerne wird der irische Whiskey von Tullamore D.E.W. auch mit der Bezeichnung „Power of Three“ versehen. Damit werden drei einzigartige Bestandteile des Tullamore wie auch typische Irish Whiskey Merkmale in einem verwendet. Diese sind

Dreifache Destillation

Der vielbeachtete Unterschied zwischen Irland und Schottland bei der Destillation ist die unterschiedliche Anzahl der Durchläufe und Brennvorgänge in den kupferen Pot Stills. Während die schottischen Whisky mehrheitlich in zwei Stufen bestehend aus Wash- und Spirit Still zum „New make“ werden wird in Irland noch eine dritte Stufe dazwischen installaliert, die Intermediate Still.

Dreifacher Blend

Ein Tullamore D.E.W. Whiskey setzt sich als Blended Whiskey immer aus den Bestandteilen von Golden Grain, Single Malt sowie dem typischen Pure Pot Still zusammen.

Arten des selbst hergestellten und verwendeten Whiskey

Ein Tullamore D.E.W. Whiskey setzt sich als Blended Whiskey immer aus den Bestandteilen von Golden Grain, Single Malt sowie dem typischen Pure Pot Still zusammen.


Tullamore 14 Jahre

Der Tullamore D.E.W. 14 Jahre 41,3% 0,7L stammt aus dem Herzen von Irland, wo Whiskey mit Unterbrechnung schon seit 1829 destilliert wird. Das einzigartige an der Whiskey Marke Tullamore ist sicherlich die Dreifach-Destillation und die Verwendung von drei unterschiedlichen Korn-Typen mit Grain, Malted Barley und Unmalted Barley.

Farbe: Goldfarben.

Aroma: Reife und tropische Früchte verwoben mit leichter Sherrysüße. Etwas Eiche in der Nase.

Geschmack: Eine schöne Fruchtigkeit von reifen und dunklen Beeren. Leicht würzige Noten.

Abgang: Lange anhaltend. Weich im Abgang mit einer angenehmen leichten Sherry-Süße.



Tullamore 12 Jahre Spezial Release

Der Tullamore D.E.W. 12 Jahre Special Reserve ist ein Irish Blended Whiskey, der sowohl aus gereiften Pot Still wie und aus Grain Bränden vorsichtig kombiniert wird. Er ist sowohl komplex, hat Charakter und man schmeckt die lange Reifezeiten der irischen Produkte.

Aroma: Würzigkeit wird gefolgt von Rotwein Noten verwoben mit einer schönen Nussigkeit. Die Nase erhält noch einen schönen Duft von Eichenaromen.

Geschmack: Tiefdunkle würzige Noten mit einer robusten Cremigkeit im Körper und einer tolle Schokoladigkeit. Trockenfrüchte und nochmals etwas Schokolade das fast in eine Richtung von Pralinen übergeht.

Abgang: Lange und reichhaltig. Etwas Zitrus, Schokolade und Rosinen kleben am Gaumen. Ein Rest von Marzipan leitet das Finish langsam ein.


 

Weitere Informationen und Bilder sind in der Vorbereitung

 

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