Die Geburt des Irish Whiskey – Die Erfindung des Pure Pot Still Whiskey

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Die Geschichte war unser Zeuge

Als im 17. Jahrhundert der Monarch Charles II. den Britischen Thron erklomm, hatte er die gleichen Nöte und Sorgen wie sein zuvor verstorbener Vater und andere britische Könige vor ihnen. Das Land litt standig unter akutem Geldmangel und die Verantwortlichen waren ständig auf der Suche nach zusätzlichen Einnahmequellen. Für den Geldfluss sowie das Füllen der Staatskasse war und ist auch heute noch der jeweilige Schatzkanzler betraut. Laufende Verträge sind einzuhalten sowie neue interessante (Geld)Quellen werden und wurden ständig gesucht. Sein Titel im Englischen, Chancellor of the Exchequer, gab der Person die Macht bewusst solche Dinge dem Regenten vorzuschlagen und später in die Tat umzusetzen.

So begann es im Jahr 1661 Pläne in die Tat umzusetzen, alle Britischen und Irischen Destillerien mit Auflagen und mit Steuern zu belegen. König Charles II. entschied schließlich am 24. Dezember des selben Jahres eine neue Steuer auf einen bestimmten Teil der Fertigung zu erheben. Das Königshaus entschied sich bewusst für Erhebungen auf gemälzte Gerste, die landauf und landab immer für den Fermentationsprozess bei der Whiskyherstellung benötigt wird. Denn anders als bei der Herstellung von Rum oder Weinbrand, wo stark zuckerhaltige Flüssigkeit zur Alkoholgewinnung, direkt nach dem Auspressen zur Verfügung steht, sind Kornvarianten um einiges widerspenstiger. Im Korn steckt Stärke, die in handwerklich aufwändigen Schritten zuerst in ausschwemmbaren Zucker umgewandelt werden muss. Herrausragend ist dabei die für die Whisky-Herstellung benötigte Gerste, Barley, die bis dato immer gemälzt werden musste, und auch heute noch muss.

Ein strategischer und gieriger Schachzug der Krone. dadurch von allen Produzenten aus dem Mutterland England, Schottland und Irland wiederkehrende Einnahmen zu erhalten. Denn je mehr produziert würde, desto schwerer wogen die Gedsäckchen der Einnahmen. 

Eine neue Whisky-Gattung ist am entstehen

Während sich nun im britischen Staat und den einzelnen Landesteilen der Großteil der Produzenten allmählich fügten oder fügen mussten, probten die Hersteller der Grünen Insel einen stillen und dennoch effektiven Aufstand. Es ging darum Lösungen zu finden die „malted barley tax“ zu umgehen! Aber wie? Die Verhältnis der Iren zur Krone von Westminster war von jeher angespannt, da England auf vielerlei Weisen versuchte die Oberhand auf der gesamten Grünen Insel zu gewinnen. Die Tudor und Stuart Regentschaften mit den anschließenden Plantations im 16. Jahrhundert in Ulster, viele auferlegte Steuern, die große Hungersnot im 19.Jahrhundert und weiteres erzeugten genügend Unmut in der Bevölkerung gegenüber der Kröne. Also gute Ausgangssituation in der Beziehungskiste zwischen Iren und der Obrigkeit aus England.

Die Wehrhaftigkeit der Einheimischen Insulaner zeigte sich in einer Art Ideenreichtum durch experimentieren mit den drei Grundzutaten zur Whiskyherstellung Gerste, Wasser und Hefe. Dies bis dato wurde die Gerste in einer Art Bierbrauverfahren immer zu 100% gemälzt. Und was der britische König nicht bedachte oder wahr haben wollte, die Natur der irischen Bevölkerung ist nicht immer ernst, ausser wenn es um das Zahlungen von aus ihrer Sicht unnötigen Steuern geht.

Gerste, nichts als Gerste

Egal ob Schottland, Irland oder andere Whisky produzierende Länder, der Ur-Whisky, im übrigen ein Malt, entstand und entsteht auch heute noch aus 100% gemälzter Gerste. Die irischen Brenner begannen also nach der Ankündigung vom König Charles II Lösungen zu suchen um die Malzsteuer zumindest teilweise zu umgehen. Nach sicherlich aufwändigen Experimenten mit der Maische schafften es die Irish Distillers schließlich den Anteil der ungemälzten Gerste in der Maische immer größer werden zu lassen. Schließlich geht es um die notwendige Verzuckerung durch die Diastase im Malz. Somit ergab sich im Laufe der Zeit ein Ratio von etwas 30% Gerstenmalz und etwa 70% ungemälute Gerste (unmalted barley). Somit sank die Steuerlast auch im gleichen Verhältnis um etwa 70% gegenüber der ursprünglichen Herstellungsvariante. Schließlich ergab dies auch die Gesetzesvorlage für eine Maische mit mindestens 30% Gerstenmalz und mindestens 30% ungemälzter Gerste.

Irish Pot Still Whiskey

Die Definition 2.2.1. Pot Still Irish Whiskey/Irish Pot Still Whiskey laut folgendermaßen

“Pot Still Irish Whiskey/Irish Pot Still Whiskey” is made from natural raw materials, currently non- peated malted barley and includes unmalted barley and other unmalted cereals, water and yeast. Other natural enzymes may also be used at the brewing and fermentation stages. The unmalted barley is an essential ingredient of “Pot Still Irish Whiskey/Irish Pot Still Whiskey” as it gives both a distinctive spicy flavour to the whiskey and influences the texture by giving the whiskey a distinct creamy mouth feel.

“Pot Still Irish Whiskey/Irish Pot Still Whiskey” is defined as a spirit distilled from a mash of a combination of malted barley, unmalted barley and other unmalted cereals. The mash must contain a minimum of 30% malted barley and a minimum of 30% unmalted barley and be:
a) saccharified by the diastase of malt contained therein, with or without other natural enzymes;
b) fermented by the action of yeast;

c) distilled in pot stills in such manner that the distillate has an aroma and taste derived from the materials used.

Wichtige irische Pure Pot Still Marken

 

Powers

Spot Whiskeys

Redbreast

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