Viele Menschen verstehen Rum nicht wirklich – Warum eigentlich?

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Darf es Rum oder eher Whisky sein?

Was wäre wenn Sie als Kunde wahlweise zu einem Rum- oder Whisky-Tasting eingeladen würden? Na ganz einfach: Je weiter man in Deutschland nach Süden kommt, desto öfter entscheiden sich die Kunden für ein Whisky-Tasting. Im Norden Deutschlands mag es paritätisch sein oder das Pendel schlüge mehr Richtung einem Rum-Seminar aus. Der Norden hat wohl auch mehr einen Zugang zum Rum durch die Hafen- und Handelsstädte Flensburg oder Hamburg welche schon immer eine Verbindung zum Rum hatten.

In jedem Fall haben wir von alleswhisky.de im Laufe der Jahre festgestellt, viele Menschen in Deutschland können mit dem Thema Rum nicht wirklich viel anfangen, ausser man spricht über die Marken Bacardi oder Havana Club. Diese und Captain Morgan kennt man nur zu gut durch ihre schiere Übermacht mit ständig wiederkehrenden Werbebotschaften oder durch die Bar-Szene die Rum gerne für Mixgetränke nutzt. Denn gelegentlich trinken die Konsumenten einen Rum-Cocktail, dessen Basis meist ein einfacherer Weißer Rum stellt. Jedoch, ein exzellenter Premium Rum, pur in einem Nosing-Glas genossen, vergleichbar mit einem exzellenten Single Malt Whisky, diese positive Bekanntschaft hat bisher gewiss nur ein kleiner Teil der Menschen in Deutschland gemacht.

Auch wir als Fachhändler für hochwertigen Rum, Whisky, Gin und weiteren Produktgattungen bemerken immer wieder dass die Quote der Anmeldungen für Whisky und Rum Seminare immer klar Richtung Whisky ausschlägt. Aber das muss nicht sein, denn wir wollen aufklären, Produkte erklären und die Konsumenten künftig mit Begeisterung auch zum Rum bringen.

Aber schauen wir uns doch gemeinsam die Geschichte des Rum etwas näher an, und wo die Gründe liegen mögen, dass der wahre und gute Rum, nicht den Stellenwert besitzt den er auch hierzulande haben sollte.


These 1 – Die deutsche Geschichte zum Rum

Ist es denn verwunderlich wenn ein Bayer oder Schwabe sagt „Rum, dees moog i ned“. Nein ist nicht verwunderlich, denn die Rum-Welle schwappt nicht komplett durch bis ganz in den Süden von Deutschland. Schon eher findet man Rum Trinker in größeren Gruppierungen entlang der Nord- oder Ostsee mit ihren Häfen. Durch die Entstehung der Kaufmannshanse etwa um 1250 an den Küsten der Ost- und Nordsee bildete sich ein fast durchgängiges Händlernetzwerk. Von den Städten Lübeck, Flensburg oder Hamburg aus war es möglich direkt in See zu stechen und begehrte Waren wie Getreide, Holz, Wachs, Felle, Pelze, Tuche und Wein nach Hause zu bringen. Flensburg wurde zu damaliger Zeit erst gegründet und gehörte in Folge lange Zeit zu Dänemark. Im 18. Jahrhundert erlebte Flensburg dank des Rumhandels eine Blütezeit. Der von den karibischen Insel importierte Rohrzucker wurde aus Dänisch-Westindien importiert und in Flensburg raffiniert, anders wie heute war Zucker damals ein edles und teures Luxusgut. Als Ausweichgeschäft wurde der importierte Rum auch verschnitten und es bildete sich bestimmt zwei Dutzend Rumhäuser mit A. H. Johannsen, Hansen, Pott, Sonnberg, Asmussen und Detleffsen.


These 2 – Rum zum Mixen

Natürlich geht Rum auch pur! Dennoch sagt unser Verständnis heute meist durch die vorherrschende Bar-Kultur sowie der Werbung der Großen der Rum-Branche mit ihren Werbestrategien  im Kopf etwas ganz anderes, Rum ist die Grundlage für einen Longdrink, egal ob es ein

  • Cuba Libre
  • Long Island Ice Tea
  • Daiquiri
  • Mojito
  • Planter´s Punch oder
  • Grog

ist.

Aber pur geht auch, soweit kommen viele Konsumenten erst gar nicht. Warum mehr als 10 Euro für eine Flasche Rum ausgeben, wenn es so oder so ein Mixgetränk gibt.


These 3 – Rum kenne ich nicht und mag ich nicht

In den Supermärkten dieser Republik gibt es so viel an Auswahl, die eigentlich im Sinne des guten Rum keine Auswahl ist. Günstiger und meist mittelmäßiger Rum wird gerne auf großen Paletten zu günstigen Preisen, und meist ohne eingehende Beratung, verschleudert. Also woher soll es auch kommen dass sich nicht mehr Menschen für guten Rum interessieren oder entscheiden? Sie kennen schlicht und ergreifend die guten Produkte nicht!


RUM – Geschichte, Länder und Regionen

Ist es dann verwunderlich wenn ein Bayer oder Schwabe sagt „Rum, dees moog i ned“. Nein ist wirklich nicht verwunderlich, denn die Rum-Welle schwappt nicht komplett durch bis in die einzelnen Haushalte und dabei eher selten im Süden der Republik. Schon eher findet man Run-Geniesser in größeren Gruppierungen im Norden Deutschlands. Und genau dies liegt auch wieder in der Geschichte begründet.

Durch die Entstehung der Kaufmannshanse etwa um 1250 an den Küsten der Ost- und Nordsee bildete sich ein fast durchgängiges Händlernetzwerk. Von den Städten Lübeck, Flensburg oder Hamburg aus war es möglich direkt in See zu stechen und begehrte Waren wie Getreide, Holz, Wachs, Felle, Pelze, Tuche und Wein nach Hause zu bringen und gewinnbringend zu verkaufen. Flensburg wurde zu damaliger Zeit erst gegründet und gehörte lange Zeit zu Dänemark. Im 18. Jahrhundert erlebte Flensburg dank des sich immer weiter ausdehnenden Rumhandel eine Blütezeit. Der von den karibischen Inseln stammende Rohrzucker wurde aus Dänisch-Westindien importiert und in Flensburg raffiniert, denn anders wie heute war Zucker damals ein edles und teures Luxusgut, das es galt hier gewinnbringend zu verkaufen. Als zusätzliches Ausweichgeschäft wurde auch Rum importierte und in den Städten des Nordens verschnitten. Daraus bildeten sich bestimmt zwei Dutzend Rumhäuser mit A. H. Johannsen, Hansen, Pott, Sonnberg, Asmussen und Detleffsen alleine in Flensburg.


Rum kann eine Offenbarung sein

Vielleicht konnten wir mit diesem Blogeintrag ein wenig zum Thema Rum aufklären und ihnen haben damit etwas Lust auf guten Rum gemacht. Und wo kann ich jetzt guten Rum kaufen ?

 

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