GIN Botanical – Wacholder

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Wacholderbeeren

Die dunkelblau bis fast schwarz schimmernden Beeren sind die Seele eines jeden Gin, egal welcher Zusammensetzung, egal aus welchem Land oder Hersteller. Das Muß und das Herz sowie der Gin-Kopf ohne diese Spirituose nicht den Hauch einer Chance hätte sich Gin nennen zu dürfen. Und das egal welche Gattung davon genossen wird, angefangen vom ursprünglichen und gesüssten Old Tom Gin oder dem Topseller London Dry Gin bis hin zu den Navy Strength Gin Varianten oder Reserve Gins.

Dabei hatte die Geschichte des Wacholder in Spirituosen einen ganz anderen Anfang gehabt. Die frühen Spirituosen bis in das 17. und teils 18. Jahrhundert hinein hatten nicht den Sinn und Zweck für den Genuss gerade zu stehen, sie waren die hochprozentige Medizin, hergestellt von Gilden mit Medizinern oder Apothekern und den Klöstern damaliger Zeit. Zur Zeit als die Pest aus Asien kommend über ganz Europa etwas ein Drittel aller Menschen dahin raffte, glaubte man an die Heilwirkung von Wacholder gegen die Pandemie, dies jedoch mit sehr mässigem Erfolg. Dennoch; was geblieben ist sind die einzigartigen Aromen in den Destillaten.

Die Wacholder ist eine Pflanzengattung der Zypressengewächse mit bis zu 70 unterschiedlichen Arten. In Mitteleuropa reifen dabei in freier Natur nur zwei Arten vor dem Gemeinen Wacholder und der Sadebaum. Juniperus, wie die Beere im Lateinischen genannt wird, muss also zwingend einen Anteil in jedem Gin spielen, ansonsten könnte sich diese Spirituose nicht Gin nennen. Die Wacholderbeeren sind intensiv würzig und bittersüß zugleich.

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